Günes Licht für Aufnahme


Plakat Seebrücke


Die Seebrücke Gießen rief am 4. Dezember zu einer Kundgebung auf dem Berliner Platz auf.
Die Veranstaltung stand unter dem Titel Grünes Licht für Aufnahme!
Die unwürdige Sitation von Menschen, die im belarussisch-polnischen Grenzgebiet ausharren müssen, schutzlos Kälte, Nässe und Hunger ausgeliefert sind, ist nicht mit internationalem Asylrecht zu vereinbaren. Die Seebrücke fordert die Bundesregierung und die Ampelkoalition auf, diesen Menschen eine Aufnahme zu ermöglichen.

Als Gießener OMAS-GEGEN-RECHTS haben wir diese Veranstaltung unterstützt. Die Push Backs des polnischen Grenzschutz verstößt gegen das Recht auf Asyl nach EU-Recht, einschießlich der EU-Charta der Grundrechte.
Neben der Seebrücke und den OMAS GEGEN RECHTS hielten auch Klaus-Dieter Grothe, Fraktionsvorsitzender der Grünen und Tim van Slobbe, Vorsitzender des Ausländerbeirates des Landkreises Gießen, einen Redebeitrag.
Tonaufnahmen von einem Helfer, die bei der Kundgebung abgespielt wurden, zeigen die katastrophalen Zustände in diesem Gebiet. Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) hat Belarus und Polen schwere Menschenrechtsverstöße gegen Migranten im Grenzgebiet zwischen beiden Ländern vorgeworfen. "Während Belarus diese Situation ohne Rücksicht auf die Folgen für die Menschen hervorgerufen hat, teilt Polen die Verantwortung für das akute Leiden im Grenzgebiet", teilte Lydia Gall von HRW mit. Belarus/Polen: Misshandlungen und Pushbacks an der Grenze - Zugang zu humanitärer Hilfe sicherstellen, Menschen vor Gewalt schützen




  • Grünes Licht für Aufnahme
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  • Grünes Licht für Aufnahme
  • Grünes Licht für Aufnahme

Der Tagesspiegel berichtet von dem umstrittenen Kurs der Europäischen Union: Die EU verschärft vorübergehend ihr Asylrecht.

Die Süddeutsche Zeitung berichtet über eine geplante Verschärfung des EU-Rechts, den Menschenrechtsorganisationen "zutiefst beunruhigend" nennen. So soll Polen, Lettland und Litauen der Umgang mit Migranten erleichtert werden, die Belarus an die Grenze lotst.
EU-Kommission will Asylrecht aufweichen.


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Reichspogromnacht, 1938
Gedenken und Mahnen


Die Würde des Menschen

Wie in fast allen Städten bundesweit hat auch in Gießen ein breites Bündnis der Verbrechen an den Juden im faschistischen Deutschland gedacht.
Mehrere Veranstaltungen - zeitlich abgestimmt - widmeten sich dem Gedenken und der aktuellen Mahnung, den Anfängen zu wehren.

Als Gießener OMAS-GEGEN-RECHTS haben wir am 9. November um eine Mahnwache abgehalten. Die Namen von 150 deportierten Juden aus Gießen wurden zur Erinnerung verlesen.
An diesem Tag 1938 brannten in ganz Deutschland – und so auch in Gießen - die Synagogen. Jüdische Geschäfte wurden geplündert, zerstört und jüdische Mitbürger*innen aus ihren Häusern getrieben, geschlagen und getötet. Und das alles unter dem Beifall eines Teils der damaligen Bevölkerung. In den folgenden Jahren wurden die in Gießen lebenden Juden deportiert. Schon im März 1943 verkündete der damalige Oberbürgermeister, dass Gießen „judenfrei“ sei.
Antisemitismus hat eine lange Geschichte und gerade in den letzten Jahren tritt er auch öffentlich wieder deutlich in Erscheinung. Die Opfer von damals sollen nicht vergessen werden und uns alle mahnen, dass so etwas nie wieder passieren darf. Zuerst brannten Bücher. Danach brannten Synagogen. Bald darauf brannten Menschen. Zuletzt brannte die ganze Welt.



Täter

Zum Text der Eingangsrede der OMAS GEGEN RECHTS:
Mahnwache zum 9. November 2021


Im Anschluss daran fand die Gedenkveranstaltung der Stadt Gießen und der jüdischen Gemeinde vor der Kongresshalle statt.
Der Magistrat der Universitätsstadt Gießen, gemeinsam mit der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Gießen-Wetzlar und mit Beteiligung der Hessischen Landesregierung, der Jüdischen Gemeinde Gießen, des Evangelischen und Katholischen Dekanats Gießen, des DGB-Region Mittelhessen, der IG Metall und des Vereins Netzwerk für politische Bildung, Kultur und Kommunikation e.V. eine Stunde der Erinnerung an die verfolgten und ermordeten jüdischen Bürger*innen Gießens und die Zerstörung der Gießener Synagogen. Anschließend wurde am Gedenkstein ein Kranz niedergelegt.



Plakat

Antifaschistischer Stadtrundgang verschiedener Organisationen

Zum Aufruf: Nie wieder Faschismus!

Stolpern ohne Fallen - Die Worte Anne Franks erklingen in Gießen

Ein Projekt des Stadttheater Gießen.

Vom 2. bis 9. November 2021 wurden an sechs Gießener Orten im Innenstadtbereich an die Schicksale jüdischer Bewohner*innen durch überdimensionierte Stolpersteine erinnert.
Zu jeder Station ist ein Video entstanden, in dem Texte von Anne Frank in Beziehung zum Stadtbild gestellt werden.


Das Projekt des Stadttheater Gießen entstand nach einer Idee von Schauspieler Roman Kurtz.
Zum Abschluss des Projekts wurde der Stolperstein in der Bahnhofstraße zu einer Station des antifaschistischen Stadtrundgangs.

Auf der Seite von Bühne:digital werden die etwa dreiminütigen Videoclips vorgestellt.
Stolpern ohne Fallen.



  • Kranz
  • Mahnwache
  • 9. November
  • 9. November
  • 9. November
  • 9. November
  • 9. November
  • 9. November
  • 9. November
  • 9. November
  • 9. November

Auch die Gießener Allgemeine widmet sich den Gießener Veranstaltungen zu diesem Gedenktag mit einem Artikel:
Erinnern an Pogromnacht in Gießen: »Ein schreckliches Déjà-vu«.


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150 Jahre §218
Abtreibungen in Deutschland legalisieren


150 Jahre §218


Eine Schwangerschaft zu erzwingen, ist die größtmögliche Verletzung der körperlichen und seelischen Integrität einer Person, die nicht schwanger sein möchte!


Am 28. September ist bundesweiter Aktionstag zum “Safe Abortion Day”

Dieser wird von über 140 Organisatinen unterstützt.
Auch viele OMAS GEGEN RECHTS in Deutschland beteiligen sich an den Aktionen. Denn es ist ein Skandal, dass der Strafrechtsparagraf 218 zur Kriminalisierung des Schwangerschaftsabbruchs jetzt seit 150 Jahren in Kraft ist.

Die Politik ist aufgerufen, die Streichung von § 218 und § 219a aus dem Strafgesetzbuch und eine Neuregelung des Rechts auf einen selbstbestimmten Schwangerschaftsabbruch in ihren Programmen zu verankern und durchzusetzen.

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Teresa Bückergibt in einem Artikel der Süddeutschen Zeitung einen guten Überblick über den aktuellen Stand der Debatte. "Ist es radikal, zuhause abzutreiben?"

  • §218
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Der Aufruf der Berliner OMAS, deren Aktion schon am 18. August war, lautet:

"150 JAHRE PARAGRAPH 218 im STGB - ES REICHT"
Schon unsere OMAS forderten 1871 „Weg mit § 218!“
150 Jahre später rufen viele OMAS GEGEN RECHTS in Deutschland ES REICHT und beteiligen sich am Kampagnenjahr, denn "150 JAHRE PARAGRAPH 218 im STGB sind genug!
Wir, alte und junge Feministinnen zusammen, haben, trotz Pandemie, mit dieser Kampagne schon Einiges erreicht.
Am Frauentag und am Aktionstag im Mai klärten wir OMAS u.a. mit vielen Kooperationspartner*innen über unser Recht auf Selbstbestimmung auf, stärkten die jüngeren Generationen und stellten gemeinsam die Forderungen Weg mit § 218! Weg mit §219a!
Lasst uns Geschichte schreiben!
Kommt am 18. 9. 2021 zum Aktionstag unseres Bündnisses für sexuelle Selbstbestimmung nach Berlin.
Kurz vor der Bundestagswahl stellen wir uns gemeinsam der Demonstration der angeblichen 'Lebensschützer' und anderen religiös - fundamentalistischen Organisationen entgegen und fordern:
ABTREIBUNG IN DEUTSCHLAND LEGALISIEREN .


150 Jahre §218

Terre des femmes - Menschenrechte für die Frau e.V., fordert ebenfalls die Entkriminalisierung von Schwangerschaftsabbrüchen.
Nähere Informationen: Kein Geburtstag für den § 218.

Und wie ist aktuell die Haltung der im Bundestag vertretenen Parteien?
Einen Überblick bietet der Artikel vom RND (Redaktionsnetzwerk Deutschland): Paragraf 218 und 219a: So stehen die Parteien zum Abtreibungsrecht.


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Wahlkampfaktionen


Bollerwagen im Wahlkampf 2021

Zur Bundestagswahl am 26. September 2021 haben wir OMAS sieben Wochen lang unser Haltung auf dem Seltersweg gezeigt und für die Wahl einer demokratischen Partei geworben.
Da es nicht möglich war, einen Stand anzumelden - der Platz war den Parteien vorbehalten - sind wir mit einem Bollerwagen durch die Fußgängerzone gezogen.

Wahlkreuz ohne Haken

Wir haben beim Verteilen unseres eigens zur Wahl erstellten Flyers (Vorderseite / Rückseite) viele Gespräche geführt und auch viel Zuspruch erfahren.

Außerdem haben wir den Passanten unsere Wa(H)lnüsse angeboten. In Anlehnung an Glückskekse waren diese - an Stelle der Nuss - mit Lavendelblüten und Aussagen zur Wahl gefüllt. Auch unsere Postkartensets (siehe Downloads) fanden viel Abnehmer.

Viele OMAS haben sowohl an den Vorbereitungen als auch an den Wahlsamstagen daran engagiert mitgewirkt. Der Erfolg zeigte, dass sich unsere Aktion gelohnt hat.

  • Wahlkampf 2021
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Frauenaktionstag


Frauenaktionstag

Nachdem am diesjährigen Weltfrauentag, dem 8. März, zahlreiche Veranstaltungen aufgrund der Pandemie ausfallen mussten, zeigen aktive Frauen nun am Montag, den 12.07. Präsenz im Seltersweg.
Wichtige, zuweilen lebenswichtige Angebote für Frauen, die von Gewalt und Übergriffen betroffen sind, aber auch Gruppen, die für Gleichberechtigung und Sichtbarkeit kämpfen, werden sich und ihre Angebote vorstellen.

Mit dabei sind Wildwasser, die Opfer sexualisierter Gewalt beraten und begleiten, das autonome Frauenhaus, das zusammen mit den Omas gegen Rechts über die Situation von Frauen berichtet, die Gewalt erleben mussten, die Frauengruppe des Gießener Ausländerbeirats, Amnesty International, Soroptimist International Gruppe Gießen und das Büro für Frauen und Gleichberechtigung der Stadt Gießen, die alle in unterschiedlichen Kontexten für Frauenrechte einstehen und Hilfsangebote vorhalten.

Jedes Jahr ist besonders der 8. März der Tag, an dem auf die Rechte von Frauen aufmerksam gemacht wird und auf die Bereiche, in denen ihnen Rechte verweigert werden. Jedes Jahr aufs Neue schockiert die hohe Zahl der von ihrem Partner oder Ex-Partner ermordeten Frauen, die in Deutschland sogar höher als in den meisten europäischen Nachbarländern liegt. Jeden zweiten bis dritten Tag wird in Deutschland eine Frau von ihrem Partner oder Ex-Partner ermordet, jeden Tag versucht ein Mann seine (Ex-)Partnerin zu ermorden. Häusliche Gewalt findet täglich in unzähligen Familien statt und ist immer noch ein großes Tabu. Oft bekommen Nachbarn oder Familienangehörige etwas mit, trauen sich aber nicht, sich einzumischen. Auch in Gießen gibt es viele Institutionen, die Hilfe und Unterstützung für Opfer von Gewalt anbieten und an die sich auch Zeugen von Gewalt wenden können. Dies und vieles mehr wollen die Initiatorinnen des Frauen-Aktionstages im Juli im Seltersweg zeigen – denn Frauenrechten gebührt das ganze Jahr hindurch Aufmerksamkeit.


Die erschreckenden Zahlen:

  • Jede zweite Frau wird mindestens einmal in ihrem Leben sexuell belästigt.
  • Jede dritte Frau in Deutschland ist von sexueller und/oder körperlicher Gewalt betroffen.
  • Alle 45 Minuten wird eine Frau Opfer vollendeter oder versuchter schwerer Körperverletzung durch ihren Partner oder den Ex-Partner.
  • ⅔ der Frauen erstatten keine Anzeige.
  • Kinder sind immer von der Gewalt mitbetroffen.
  • Jeden Tag versucht ein Mann seine (Ex-)Partnerin zu töten.
    Jeden dritten Tag stirbt dabei eine Frau.

Ein kurzes Video "NACHGEHOLTER WELTFRAUENTAG. SEI..., SEI..., SEI..." zeigt die Performance, die die Vertreterinnen des Autonomen Frauenhaus Gießen zusammen mit den OMAS GEGEN RECHTS an diesem Tag auf dem Seltersweg zeigten.


Die Gießener Allgemeine berichtet unter dem Titel Präsenz zeigen für Frauenrechte.

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Mücke bleibt bunt


Mücke bleibt bunt

Bei der Bundestagswahl 2017 kam die AfD auf 14,9 Prozent der abgegebenen Zweitstimmen, ein Plus von 8,5 Prozent gegenüber der Bundestagswahl vier Jahren vorher.
Zur diesjährigen Wahl hat die Organisation Mücke bleibt bunt wieder für Toleranz, Demokratie und Vielfalt geworben.
Anlass zu dieser Kundgebung war die zeitgleich stattfindende Veranstaltung der AfD im Dorfgemeindehaus

Mit nur zehn Tagen Vorlauf hatte sich die Aktion »Mücke bleibt bunt« im September 2020 gegründet. Ein Informationsaben mit dem AfD-Abgeordneten Alexander Gauland war der Anlass zu dem Ihrem Aufruf zur Demonstration gegen die Veranstaltung, der rund 250 Menschen folgten.

Auch diesmal war eine AfD-Veranstaltung in Mücke der Anlass für die Kundgebung am 9. Juli. Viele Bürger*innen folgten dem erneuten Aufruf. Auch die Gießener OMAS GEGEN RECHTS unterstützen die Aktion zahlreich.

Christian Baumann von der Iniative Mücke bleibt bunt hielt eine kämpferische Rede gegen eine Partei, die mit Brandreden gegen die Regierung, Fremde, Flüchtlinge, Lesben, Schwule, und alternative Lebenspartnerschaften Hass schürt und verbreitet.

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Kriegsopferfriedhof Arnsburg



Gedenktafel

1960 wurde der Kriegsopferfriedhof im Kloster Arnsburg als Gedenkstätte fertiggestellt.
Heute finden sich 447 Reihengräber innerhalb des Kreuzganges. Neben deutschen Soldaten wurden Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter unter anderem aus der ehemaligen Sowjetunion, aus Polen, Ungarn, Luxemburg und Rumänien aus den umliegenden Gemeinden hierher umgebettet.
Die Opfer des NS-Regimes liegen neben Tätern.
Kurz vor dem Eintreffen der amerikanischen Armee erschossen SS- und Gestapo-Leute 87 Menschen in Hirzenhain. Dort befand sich das sogenannte Arbeitserziehungslager Hirzenhain, in dem ab 1944 auch verschleppte Zwangsarbeitern*innen als Arbeitssklaven untergebracht waren.
Unter ihnen die 81 Frauen und sechs Männer aus verschiedenen Ländern, die bei Hirzenhain kurz vor dem Eintreffen der amerikanischen Armee am 26. März 1945 in einer Nacht-und-Nebel-Aktion von SS- und Gestapo-Leuten erschossen worden sind. Von den 87 Ermordeten konnte nur die Luxemburgerin Emilie Schmitz identifiziert werden.

Michael Keller hat sich im Auftrag des Friedberger Geschichtsvereins mit der Vergangenheit am Tatort in Hirzenhain auseinandergesetzt und die Egebnisse in dem das Buch "Das mit den Russenweibern hat sich erledigt" zusammengefasst.

Zur Erinnerung an diese grauenvolle Zeit hat eine große Gruppe der OMAS GEGEN RECHTS - Gießen an einer Führung auf dem Kriegsopferfriedhof Arnsberg teilgenommen. Dieter Bender beschäftigt sich schon sehr lange mit der Geschichte der Zwangsarbeiter*innen im hiesigen Raum. Viel Wissenswerte hat er bei seiner Führung mitgeteilt. Aber, so seine Aussage, vieles ist auch noch nicht aufgearbeitet und sollte weiter erforscht werden.
Zum Gedenken an die Opfer stellten die OMAS GEGEN RECHTS ein Blumenschale an die Erinnerungstafel. Die Schleife trug die Aufschrift:

Nie wieder Krieg, nie wieder Faschismus!

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Weltflüchtlingstag


Weltflüchtlingstag 2021

Die überparteiliche und unabhängige Bürgerinitiative Pulse of Europe hat zum Weltflüchtlingstag zu einer Kundgebung in Gießen aufgerufen.

Der UN-Flüchtlingshochkommissar Filippo Grandi hat zu diesem Tag in seiner Rede zum diesjährigen Weltflüchtlingstag gefordert, die Politiker*innen eindringlich daran zu erinnern, dass sie mehr tun müssen, um Konflikte und Krisen zu verhindern und zu lösen. Und an das Gebot, Menschen unabhängig von ihrer Rasse, Nationalität, ihrem Glauben oder anderen Merkmalen zu schützen.

Aktuell sind auf der Welt von 82,4 Millionen Männern, Frauen und Kindern vor Krieg, Gewalt und Verfolgung auf der Flucht, wie die Zahlen im Überblick zeigen.

Die OMAS GEGEN RECHTS haben auf der Gießener Kundgebung ihre Haltung zur Flüchtlingsfrage in einer Rede dargelegt.
Wir müssen alles tun, um Fluchtursachen zu bekämpfen. Und: Geflüchtete haben ein Recht auf Schutz!


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Abschiebungen
sind kein Verwaltungsakt!


Abschiebungen sind kein Verwaltungsakt

Die Seebrücke Gießen und Marburg haben zur Kundgebung gegen Abschiebungen aufgerufen.
Unsere Solidarität wurde am 11. und 12. Juni in Kassel, Darmstadt und Gießen demonstriert.
Die hessische Landesregierung, allen voran Innenminister Peter Beuth, verschärft die Gangart gegenüber Schutzsuchenden und treibt die Kriminalisierung und Stigmatisierung von Asylsuchenden voran.


Seit 2019 gehört Gießen zu den solidarischen Kommunen, die sich für eine nationale und europäische Vernetzung aktiv für die Umsetzung der Forderungen der Seebrücke einsetzt.
Das heißt auch, Schutzsuchende willkommen zu heißen, eine solidarische Gesellschaft, die niemanden zurücklässt. Die Menschen brauchen Perspektiven, angemessenen Wohnraum, medizinische Versorgung und die Möglichkeit zur Teilhabe am gesellschaftlichen Leben.
Was die Menschen nicht brauchen, ist die ständige Angst vor Abschiebung oder Abschiebehaft.

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Laura Balasus von der Marburger Seebrücke kritisiert: „Wir schieben Menschen, die zum Teil hier geboren sind, hier einen Job und ein Umfeld haben, in Bürgerkriegsgebiete wie Syrien, Afghanistan oder Somalia ab, wo sie Elend, Krieg und Obdachlosigkeit erwarten!“.


Der Gießener Anzeiger berichtet unter dem Motto der Kundgebung: „Abschiebungen sind kein Verwaltungsakt“.


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Frieden in Bewegung
Friedensmarsch der Naturfreunde


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Von Hannover bis zum Bodensee.
Für Abrüstung und gewaltfreie Konfliktlösungen: Vom 12. Mai bis 4. Juli für eine friedliche Zukunft wandern. Das ist das Motto der NaturFreunde Deutschlands in diesem Jahr. Sie wollen damit auf die aktuellen friedenspolitischen Entwicklungen aufmerksam machen.


Kriege zählen zu den Hauptursachen für Flucht, Vertreiben, Hungersnöten und zur Verelendung der zivilen Bevölkerung.
Immer weitere Aufrüstung mit immer effizienteren Waffen, fehlende Gelder für sinnvolle zivile Projekte.
Die Stadt hat vertreten durch unsere Oberbürgermeisterin die Aktiven willkommen geheißen. Auch die Friedensinitiative Gießen, die OMAS GEGEN RECHTS Gießen und andere Unterstützer*innen haben die Wanderer bei ihrer Zwischenstation in Gießen erwartet und begrüßt.

Schirmherr der Friedenswanderung ist Konstantin Wecker. Sein Grußwort ist ein eindringlicher Appell für den Schluss aller Rüstungsexporten und dem Ende des Aufrüstungswahn.

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Am Folgetag lief die Wandergruppe weiter nach Butzbach. Einige OMAS GEGEN RECHTS haben die Gruppe begleitet.
Andere haben in Langgöns für die Mittagspause als nahrhafte Solidarität ein Buffet vorbereitet, was von den Wanderen sehr erfreut angenommen wurde.

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Um einen lebendigen Eindruck der Aktion zu zeigen: hier ein Video von der Wanderetappe von Barsinghausen nach Bad Münder.



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Seminar: Faschismus heute


Faschist*innen – gibt es die heute überhaupt noch?

Am 29. und 30. Mai haben wir zusammen unter der Moderation von Heike Spohr eine Analyse und Einordnung der aktuellen Bedeutung von Faschismus vorgenommen. Im Zuge verschiedener gesellschaftlicher Polarisierungs- ebenso wie Radikalisierungstendenzen begegnen wir ihm in unterschiedlichen Kontexten immer wieder. Ziel war und ist es, konkreter Handlungsmöglichkeiten als OMAS GEGEN RECHTS zu bestimmen.

Wir wollen besser verstehen, was Menschen antreibt, faschistische, rassistische, antisemitische, oder auch antimuslimische Überzeugungen auszubilden und besser zu verstehen, wie die einzelnen Phänomene zusammen- oder auch nicht zusammenhängen.

Wer die Theorien, Ziele und Strategien der Neuen Rechten verstehen will, muss ihre Geschichte und ihre Vordenker kennen. Denn von der Weimarer Republik bis in unser modernes Internetzeitalter zeigt sich eine durchgängige, personelle und ideologische Linie.


Wie das Netz den Faschismus befeuert ist denn auch ein Artikel von Sascha Lobo im Spiegel vom 16.10.2019 übertitelt, veröffentlicht kurz nach dem antisemitischen und rassistischen Terroranschlag von Halle.


Ein Eindruck über die Seminarinhalte sind in dieser Powerpoint-Präsentation zu erhalten:
„Faschist*innen – gibt es die heute überhaupt noch?”



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Gedenken an Georg Floyd


BLM-Plakat

Zum Jahrestag der Ermordung von Georg Floyd ( † 25.05.2020)

I can’t breath“, Georg Floyd presste verzweifelt diese Worte hervor, während ein weißer Polizist neun Minuten lang auf seinem Hals kniete. Dies führte zum Tode von Georg Floyd.
Diese Worte "Ich kann nicht atmen" sind zu Schlachtrufen des Protests geworden, der erst Minneapolis erschüttert, sich auf immer mehr Städte in den USA und dann weltweit ausweiteten.

Im Jahr 2020 starben in den USA 983 Menschen durch Polizeischüsse. In diesem Jahr sind es bis jetzt schon über 300 Tote. In über 98% dieser Fälle kommt es zu keiner Anklage.
Die Demonstranten sprechen von rassistisch motivierter Polizeigewalt.

Doch wie sieht es in der Bundesrepublik Deutschland mit rassistisch motivierter Polizeigewalt aus?


 
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Rassistische Polizeigewalt – diskriminierende Kontrollen, Einschüchterungen, Angriffe, Todesfälle in Gewahrsam – sind auch in Deutschland an der Tagesordnung. Es geht nicht um tragische „Einzelfälle“, sondern um fest verankerten institutionellen Rassismus gegen Geflüchtete, Schwarze Menschen, Personen of Color, Rom*nja und Sinti*zze.

Ein Bündniss von antirassistischen Gruppen Death in Custody | Aufklärung der Todesumstände in Gewahrsam jetzt! recherchiert und dokumentiert Todesfälle in Polizeigewahrsam. „Ihr seid keine Sicherheit“

Die Ermordung von Oury Jalloh 2005 ist wohl das bekannteste Beispiel dafür, dass Behörden einer Aufarbeitung nicht nur im Wege stehen, sondern aktiv Verbrechen von Bediensteten des Staates vertuschen. Auch nach Oury Jallohs Tod war von Suizid die Rede. Nur dank der kontinuierlichen Arbeit von Angehörigen, Freund*innen und Aktivist*innen ist einer breiten Öffentlichkeit bekannt, dass Oury Jalloh wahrscheinlich von Polizisten ermordet wurde. Der Name Oury Jalloh wurde so zu einem traurigen Synonym für die mörderische rassistische Polizeigewalt in Deutschland.


Hier zwei weitere Beispiele:


Am 23.07.2020 verbrannte Ferhat Mayouf in seiner Zelle.

Die JVA Moabit, Polizei und Justiz erklärten den Fall zu einem Suizid und sprechen sich damit von jeder Verantwortung frei. Hintergrundinformationen und Augenzeugenberichte zeichnen allerdings ein anderes Bild: Ferhat Mayouf war psychisch instabil und sprach von Depressionen. Er bekam in der Vollzugsanstalt jedoch keine Unterstützung, im Gegenteil wurde er 23 Stunden täglich eingeschlossen und isoliert. Rippenbrüche weisen auf mögliche Misshandlungen durch Wärter*innen hin. Als die Zelle brannte, standen JVA-Mitarbeiter*innen vor der Tür und unternahmen nichts, auch auf Hilferufe von anderen Gefangenen reagierten sie nicht.
In Gedenken an Ferhat Mayouf – Tod in Gewahrsam ist kein Einzelfall!


Am 13.04.2018 - Matiullah Jabarkhil von der Polizei erschossen.

Der 19-jährige Matiullah Jabarkhil wurde am 13. April 2018 in Fulda von der Polizei erschossen. Der Geflüchtete aus Afghanistan wollte um 4 Uhr früh in einer Bäckerei in der Nähe seiner Unterkunft nach Brot fragen. Eine Verkäuferin verschloss jedoch von innen die Tür. Daraufhin soll der junge Mann die Schaufensterscheibe mit Steinen beworfen haben. Ein Beamter gab zwölf Schüsse auf den unbewaffneten Jugendlichen ab. Vier trafen ihn, zwei davon tödlich. Er starb noch am Ort des Geschehens an inneren Blutungen.
Institutioneller Rassismus

Allein seit 1990 kamen 181 von Rassismus betroffene Menschen in Gefängnissen und Polizeiwachen ums Leben. Plätze und Straßen werden als „gefährliche Orte“ deklariert, wo Menschen of Color ohne weitere Begründung kriminalisiert werden.
Seit dem Tod von Oury Jalloh sind mindestens 97 weitere von Rassismus betroffene Menschen in Gewahrsam gestorben oder durch die Polizei getötet worden.


Immer wieder gerät auch die Polizei in Hessen in die Schlagzeilen. Im Februar dieses Jahres wurde z.B. ein Polizist wegen rassistischer und volksverhetzender Chats angeklagt. Weitere ähnliche Fälle könnten demnächst vor Gericht kommen. Tagesschau: Polizist in Hessen angeklagt - 24.02.2021

In Hessen flog 2018 eine rechtsextreme Chatgruppe auf. Seitdem ermittelt die hessische Polizei gegen etliche Kollegen. Rechtsradikale Nachrichten sollen per WhatsApp verschickt worden sein. Darunter ein Bild Adolf Hitlers und rassistische Bilder schwarzer Menschen und von Muslimen.
Ist jetzt ein Haufen Rechter bei der Polizei? Könnte das nicht eine plausible Erklärung für rassistische Polizeigewalt sein? Ist das vielleicht ein Grund dafür, dass die Wahrscheinlichkeit, in eine ganz „zufällige“ Personenkontrolle zu geraten, dadurch deutlich erhöht wird, wenn man eine dunkle Hautfarbe oder schwarze Haare hat?
Geheimnisverrat, rechtsextreme Nachrichten, Kinderpornografie, Radikale Chatgruppen der Polizei – vier Männer angeklagt


Auch in Gießen wurde an die Ermordung von Georg Floyd aus rassistischen Motiven gedacht.


Der Gießener Anzeiger berichtet von 120 Menschen die unter dem Motto "Black Lives Matter" trotz widrigem Wetter gegen Rassismus demonstriert haben.   Demo zum Todestag von George Floyd in Gießen

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Tag der Befreiung vom Faschismus




Gleich zwei Gießener Veranstaltungen erinnerten in diesem Jahr an die Befreiung vom Faschismus vor 76 Jahren.

Zunächst zog es viele Menschen zum 'Stadtspaziergang' durch Gießen. An markanten Punkten, die an die NS-Zeit erinnern, gingen die Redner*innen auf die Geschichte der Orte ein. So vor dem heutigen Restaurant 'Basilico', dort wütete früher die Gestapo in ihrer Zentrale, in der Walltorstraße, einem damaligen Judenghetto und am Marktplatz, dem früheren KPD Sitz.


Anschließend fand eine vom DGB initierte Kundgebung vor dem Rathaus statt. Hier sprachen neben Vertreter*innen des DGB, der Jüdische Gemeinde, des Verbands der Sinti und Roma, ASTA, des Ausländerbeirats der Stadt Gießen, ein Vertreter der evangelischen Gemeinde und von den Jusos.
Lea Bruns vom ASTA ging speziell auf die Verstrickung der Universität in die Machenschaften der NSDAP ein. Zweifelsohne kann und muss Bildung ein zentrales Werkzeug im Kampf gegen den Faschismus sein

Allen Redner*innen gemeinsam war die Kernaussage: "Der Tag der Befreiung ist ein Tag der Mahnung und Erinnerung, aber vor allem auch ein Tag, der uns einen Auftrag für die Gegenwart und Zukunft erteilt."


Befreiung vom FaschismusBefreiung vom Faschismus


Der Gießener Anzeiger schreibt dazu  Gedenkfeier: "Nie wieder Krieg, nie wieder Faschismus!" Die Gießener Allgemeine titelt  »Nie wieder Krieg, nie wieder Faschismus!«


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Erinnerung an die Bücherverbrennungen in Gießen am 8. Mai 1933

Gießen war die erste Stadt, in der es 1933 zu Bücherverbrennungen kam:
Im Becken der Fontäne vor der Volkshalle, Grünberger Str. 126.
Die Verbrennung „zersetzenden Schrifttums“ war Höhepunkt eines Aufmarschs der Gießener Korporationen und NS-Studenten. Am 8. Mai 1933, zwei Tage früher als in anderen Städten, verbrannten Studenten vor der Volkshalle Schriften, weil diese angeblich einem »undeutschen Geist« entsprungen waren.
Es versammelten sich knapp 4500 Menschen, um mit einer »nationalen Kundgebung« den Schulterschluss der Universität mit dem Nationalsozialismus zu vollziehen. Die mehrheitlich politisch weit rechts gesinnte Studentenschaft und der Rektor der »Ludoviciana« hatten dazu aufgerufen.

Es versammelten sich knapp 4500 Menschen, um mit einer »nationalen Kundgebung« den Schulterschluss der Universität mit dem Nationalsozialismus zu vollziehen. Die mehrheitlich politisch weit rechts gesinnte Studentenschaft und der Rektor der »Ludoviciana« hatten dazu aufgerufen. Im Becken der Fontäne vor der Volkshalle ging am 8. Mai 1933 »zersetzendes Schrifttum« in Flammen auf, SA-Mannschaften formierten sich zur Mahnwache, eine SA-Kapelle gab ein Platzkonzert und am Ende zog ein Fackelzug vom Trieb bis zum Uni-Hauptgebäude. Es war die erste offizielle Bücherverbrennung der NS-Diktatur.

Rektor Adolf Jeß gelobte den Führern und der hessischen Heimat »treue Gefolgschaft«, Rassenhygieniker Prof. Philaletes Kuhn hielt eine fanatische Rede und der hessische Staatspräsident Dr. Ferdinand Werner, der selbst in Gießen promoviert hatte, forderte die Wissenschaftler auf, sich zu den »im deutschen Blut wirkenden Gesetzen zu bekennen«.

Studierende und andere Hochschulangehörige hatten als „verbrennungswürdig“ erachtete Literatur in Bibliotheken und Buchhandlungen gesammelt, die auf eigens für diesen Zweck angefertigte „Schwarze Listen“ kamen. Grundlage für die „Schwarzen Listen“ war ein Verzeichnis des Berliner Bibliothekars Wolfgang Herrmann. Es enthielt Werke, die von völkisch und reaktionär-nationalistisch orientierten Kreisen als „Schrifttum des Marxismus und Kommunismus“ und „volksentfremdetes Großstadtliteratentum“ diskreditiert wurden, die die „sittlichen und religiösen Grundlagen“ des „deutschen Volksempfindens“ untergraben, die parlamentarische Republik von Weimar „verherrlichen“, die an den Kampfhandlungen des Ersten Weltkriegs beteiligten deutschen Frontsoldaten „in den Schmutz“ ziehen oder „das berechtigte Empfinden nationaler Kreise“ verletzen.

Als Höhepunkt wurden für den 10. Mai spektakulär inszenierte öffentliche Bücherverbrennungen geplant, die in Gießen bereits zwei Tage vor dem allgemein angesetzten Planungsdatum stattfanden. Es ist die erste in einer Reihe von Bücherverbrennungen, die am 10. Mai auf dem Opernplatz in Berlin und im Mai und Juni außerdem in 20 anderen deutschen Universitätsstädten stattfanden.

Lesung

10. Mai – Tag des Buches – im Zusammenhang mit der Bücherverbrennung haben die OMAS GEGEN RECHTS DEUTSCHLAND-BÜNDNIS eine Audiodatei erstellt.




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Anlässlich des 75. Jahrestages der Befreiung Deutschlands vom Nationalsozialismus haben Gruppen aus der Fanszene eine Videobotschaft produziert, in der Fans, Sporttreibende und Vereinsmitarbeiter*innen deutlich machen: Kein Fußbreit den Faschisten!


Die Gruppe BOYKOTTone hat zum Tag der Befreiung einen RAP veröffentlicht. Sie fordert auf:
Checkt die Petition von Esther Bejarano & VVN-BdA e.V.
8. Mai zum Feiertag machen!




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1. Mai 2021


1. Mai

"Gute Arbeit" sowie eine soziale, gerechte und ökologische Zukunft
Dafür fanden am 1. Mai in vielen Städten Demonstration statt. Auch in Gießen sind dem Aufruf des DGB und weiterer Bündnispartner um die 1.000 Menschen gefolgt. Für soziale Gerechtigkeit und gegen die Bevorzugung von großen Wirtschaftsunternehmen.

„Solidarität ist Zukunft“
Dieses Motto drückt die Überzeugung aus, dass der Ausweg aus der aktuellen Krise sowie die Antwort auf die vielfältigen Herausforderungen in der Arbeitswelt und der Gesellschaft in dem zentralen Wert "Solidarität" liegt.
Wenn wir in den langen Monaten der Pandemie eines gelernt haben, dann:
Niemand bewältigt diese Krise allein. Nur als WIR, nur wenn wir gemeinsam handeln, finden wir den Weg in eine gute Zukunft. Mit guten Arbeitsbedingungen für alle in einer gesunden Umwelt.

  • 1.Mai 2021
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Der Gießener Anzeiger schreibt  "Kohle statt Klatschen": Mai-Kundgebung in Gießen

Unter ähnlichem Titel berichtet auch die Gießener Allgemeine Zeitung  „Kohle statt Klatschen!“: 800 Demonstranten ziehen durch Gießener Innenstadt


Nicht überall liefen die Veranstaltungen so friedlich wie in Gießen ab. Zu den gewalttätigen Ausschreitungen in Berlin am 1. Mai bemerkt die TAZ: "Die Proteste zum 1. Mai waren groß, die Umverteilung des Reichtums der rote Faden. Erst das Einschreiten der Polizei sorgt für die Eskalation."
Umverteilung bewegt die Massen

Zur Geschichte des 1. Mais.

Beim Kampf um den Acht-Stunden-Tag traten am 1. Mai 1886 rund 400.000 Beschäftigte aus 11.000 Betrieben der USA in den Streik. In Chicago endete eine Kundgebung am dortigen Haymarket in einem Desaster. Nach Darstellung der Polizei warfen Anarchisten eine Bombe auf die anwesenden Beamten, der sieben Polizisten zum Opfer fielen. In der anschließenden Schießerei kamen geschätzt dreimal so viele Arbeiter*innen ums Leben, ca. 200 wurden verletzt. Vier anarchistische Arbeiterführer wurden, obwohl keine Beteiligung am Anschlag nachgewiesen werden konnte, zum Tode verurteilt und gehenkt.
Mehr zur Geschichte des Tages der Arbeit ist auf der Seite des Deutschen Gewerkschaftsbund zu lesen.



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Ostermarsch der Friedensbewegung 2021


Ostermarsch 2021

Der Ostermarsch findet seit 1960 in der Bundesrepublik statt. Er ist von pazifistischen oder antimilitaristischen Motiven getragen und wird in Form von Demonstrationen und Kundgebungen jährlich von der Friedensbewegung durchgeführte.

Ihren Höhepunkt erreichte die Aktion von 1979 bis 1990. Die Bewegung wendete sich schwerpunktmäßig gegen die Neutronenbombe und den NATO-Doppelbeschluss zur Stationierung von Kurz- und Mittelstrecken-Atomwaffen in der Bundesrepublik. 1983 nahmen etwa 700.000 Menschen an verschiedenen Aktionen zum Frieden teil.

Das Institut für Internationale Konfliktforschung zählt für das Jahr 2020 220 gewaltsam ausgetragene Konflikte. Die Zahl der Kriege ist im vergangenen Jahr von 15 auf 21 gestiegen.

Im Jahr 2020 hat die Bundesregierung Rüstungsexporte im Wert von fast fünf Milliarden Euro genehmigt. Deutschland ist damit viertgrößter Waffenexporteur der Welt.

Neben dem Klimawandel zählen Kriege zu den Hauptursachen für Flucht, Vertreiben, Hungersnöten und zur Verelendung der zivilen Bevölkerung.


Aus diesem Grunde haben viele Frauen der OMAS GEGEN RECHTS - Gießen diese Aktion unterstützt. Wir haben Präsenz gezeigt und zudem weitere Unterschriften für die Petition gegen die Zustände in den Lagern in Griechenland und Bosnien gesammelt.

  • Ostermarsch 2021
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Mehr Informationen zur Geschichte der Ostermarschbewegung ist z.B. hier nachzulesen.

Das Netzwerk Friedenskooperative zieht trotz der schwierigen Umstände der diesjährigen Ostermärsche in über hundert Städten eine positive Bilanz.

Der Gießener Anzeiger berichtet in dem Artikel  Protest in Gießen gegen steigende Rüstungsausgaben von der Aktion.


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Petition „OMAS GEGEN RECHTS" Deutschland


Unterschriftensammlung für unsere Petition


Die Flüchtlingslager auf den griechischen Inseln und in Bosnien-Herzegowina müssen evakuiert werden – JETZT!

Zwischen dem 27. März und dem 3. April haben die Gießener OMAS auf drei Stände im Rahmen einer bundesweiten Aktion Unterschriften für eine verantwortungsvolle Flüchtlingspolitik gesammelt.
Die OMAS GEGEN RECHTS wenden sich gegen die Zustände in den Lagern in Griechenland und Bosnien. Wir kritisieren die teilweise illegale Zusammenarbeit der Europäischen Agentur für die Grenz- und Küstenwache Frontex mit griechischen Behörden.

Nähere Informationen unter unten stehenden Links:

Flugblatt   Petitionstext   Unterschriftenliste


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Internationaler Frauentag


Frauentag 2021

Am 8. März fand auch in Gießen - wie in unzählig vielen Städten weltweit - wieder eine Demonstration zum Internationalen Frauentag statt.
Rund tausend Menschen forderten gleiche Rechte für Mädchen und Frauen unter dem Motto: »Basta! Befreiung erkämpfen!«.

Einen sehr informativen Artikel zu dieser Veranstaltung findet sich im Gießener Anzeiger unter dem Titel Drei Femizide pro Woche.


Wie lang der Kampf um Frauenrechte schon währt, zeigt folgender Überblick:

1904 - der Weltbund für das Frauenstimmrecht wird gegründet.

1907 - Clara Zetkin fordert das allgemeine Frauenwahlrecht auf der ersten Internationalen Sozialistischen Frauenkonferenz.

1908 – am 8. März demonstrierten Textilarbeiterinnen in New York für das Frauenwahlrecht, kürzere Arbeitszeiten, höhere Löhne und mehr Arbeitsschutz.

1909 – Der von den Sozialistinnen in den USA ausgerufene nationalen Aktionstag für das Frauenwahlrecht wird zum ersten Mal begangen.

1910Clara Zetkin und Käte Duncker, Sozialdemokratinnen aus Deutschland, initiierten die Einführung eines internationalen Frauentages auf der Zweiten Internationalen Sozialistischen Frauenkonferenz in Kopenhagen. 100 Delegierte aus 17 Ländern riefen damit diesen Tag offiziell ins Leben.

Von den Nationalsozialisten wurde dieser Gedenk- und Kampftag verboten - dafür wurde 1933 der Muttertag zum offiziellen Feiertag erklärt.

Seit 1949 steht die Gleichberechtigung von Männern und Frauen im Grundgesetz (Artikel 3, Abs. 2).

1994 wurde er um einen Zusatz ergänzt: „Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin.“

Eine aktive Gleichstellungspolitik ist seitdem Verfassungsauftrag!


Heute organisieren Frauengruppen, Gewerkschaften, Gleichstellungsbeauftragte und Frauen aus Parteien und Verbänden am 8. März Veranstaltungen im ganzen Land.

Und es gibt noch viel zu tun!

- Gleicher Lohn für gleiche Arbeit
- Sorgearbeit umverteilen
- Gewalt gegen Frauen und Mädchen bekämpfen und verhindern
- Sexuelle und reproduktive Rechte sind Menschenrechte
- gegen Menschenhandel und Zwangsprostitution
- legaler und sicheren Zugang zum Schwangerschaftsabbruch
- Politische Gremien geschlechterparitätisch besetzen


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Hanau - ein Jahr danach


ein Jahr nach Hanau

Über 800 Menschen haben sich in Gießen versammelt um der Ermordung von neun Mitmenschen in Hanau zu gedenken.

In fast 150 Städten fanden zu diesem Anlassen Demonstrationen und Kundgebungen statt.

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  • ein Jahr nach Hanau
  • ein Jahr nach Hanau
  • ein Jahr nach Hanau
  • ein Jahr nach Hanau
  • ein Jahr nach Hanau

"Wo wart ihr?" damit sind laut dem Hanauer Nachwuchsrapper Abdulkerim Sağlam, aka "Aksu", die Einsatzkräfte gemeint, die am Abend des 19. Februar 2020 in Hanau versagt haben. Im folgenden Video erzählt er von seiner Trauer und Wut.



Hier ist der sehr berührende Song zu hören: 
Aksu - Wo wart ihr? (3:08 Minuten)


Rassisten entwaffnen

Die Initiative 19. Februar Hanau, hat sich nach den rassistischen Morden mit dem Versprechen gegründet, dass die Namen der Opfer nicht vergessen werden.

Ferhat Unvar
Hamza Kurtović
Said Nesar Hashemi
Vili-Viorel Păun
Mercedes Kierpacz
Kaloyan Velkov
Fatih Saraçoğlu
Sedat Gürbüz
Gökhan Gültekin

Auf ihrer Internetseite bieten sie viele Informationen zum Tathergang, zu den Folgen und zu Ihren Forderungen: Erinnerung! Gerechtigkeit! Aufklärung! Konsequenzen!

Die Initiative 19. Februar Hanau, Bildungsstätte Anne Frank und VBRG haben eine Petition gestartet. Hessen braucht JETZT einen Rechtsterrorismus-Opferfonds! – Ein Jahr nach dem Anschlag in Hanau. Die Bundesländer Bayern, Thüringen und Berlin haben vorgemacht, wie es geht.



Özlem Gezer, selbst Kind einer Einwandererfamilie hat einen Kommentar im Spiegel geschrieben: Es waren meine Leute. Sie fragt sich darin, warum es hier nicht, wie nach dem Tod von George Floyd in Amerika, zu Massenprotesten gekommen ist. Gute Frage.


Film rechts und radikal

Rechter Terror: Wie Taten jahrelang verharmlost wurden
Monitor zeigt auf, wie rechtsterroristische Anschläg immer wieder als Taten von verwirrten Einzeltätern dargestellt werden.
(▷ Klick auf Bild))


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Siamo tuti antifascisti  *



 *  aus dem italienischen: wir sind alle Antifaschist*innen


Antifaschismus bezeichnet alle sozialen Bewegungen und Ideologien, die sich in Theorie und Praxis gegen jede Erscheinungsform von Faschismus wenden. Der politische Kampfbegriff entstand 1921 als Selbstbezeichnung von Gegnern des Faschismus in Italien und wurde dann auf den aktiven Widerstand gegen den Nationalsozialismus im Deutschen Reich, gegen den Franquismus in Spanien und ähnliche politische Kräfte in Europa und Lateinamerika übertragen. Aus dieser Widerstandspraxis heraus entwickelten sich seit ...  mehr lesen


Das neue Jahr fängt erst an und das Coronavirus macht viele unserer Aktivitäten zur Zeit nicht möglich.

Aber wir werden wachsam und wehrhaft bleiben.


Film rechts und radikal

Filmtipp:
Die ARD stellt sich in einer Dokumentationen die Frage nach der Entwicklungen rechtsradikaler Gruppen nach der Wiedervereinigung.
Rechts und Radikal - Warum gerade im Osten?
(▷ Klick auf Bild)




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weitere Aktionen

Für die OMAS GEGEN RECHTS gibt es ein großes Aufgabenfeld. Rechte Angriffe auf unsere Gesellschaft zeigen sich in vielfältiger Weise.
Nicht jede unserer Aktion können wir aus personellem und zeitlichem Mangel umfassend vorbereiten.

Trotzdem finden sich oft einige OMAS, die sich bei einem Thema engagieren.
Hier soll auch für dieses politische Handeln Platz sei, auch kleine Aktionen sollen Erwähnung finden.




Hilfe für Oberursel
Samstag, 28. August, 13.00 Uhr


Hilfe für Oberursel, 28. August 2021


Alice Weidel, Beatrix von Storch und Tino Chrupalla haben gemeinsam in der Stadthalle von Oberursel eine AfD-Wahlkampfveranstaltung abhalten.
Diese Stadt ist von besonderer Bedeutung, da hier im Februar 2013 die rechtspopulistische und rechtsextreme AfD gegründet wurde.
Wie bei vielen AfD-Veranstaltungen in anderen Städten hatte auch hier die demokratische Bewegung zu einer Gegenkundgebung aufgerufen.

Obwohl in Gießen als OMAS GEGEN RECHTS aktiv im Wahlkampf eingebunden, haben einige von uns sich nach Oberursel aufgemacht.
Dort trafen wir auch auf andere OMAS aus Frankfurt und Worms.
Aber auch viele andere Gruppierungen waren aktiv. Zum Beispiele die VVN, Jusos und grüne Jugend oder Vertreter*innen der Organisation Aufstehen gegen Rassismus.


  • Oberursel 2021
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Freiheit der Uiguren


Plakat Uiguren

Ungefähr 13 Millionen Uiguren leben im Süden Xinjiangs/China. Nahezu alle gehören der Glaubensgemeinschaft des Islam an.

Seit Anfang der 1990er Jahre kam es zu gewaltsamen separatistischen Strömungen innerhalb der Uigurischen Autonomiebestrebungen und Unabhängigkeitsbewegung. Die chinesische Führung sah darin eine zunehmende Bedrohung durch den Uigurischen Separatismus.

Im Zuge der „Kampagne des harten Schlags gegen den gewalttätigen Terrorismus“ verschärften sich auch die antimuslimischen Repressionen.
Seit 2017 greifen die regionalen Behörden massiv in die Lebensgestaltung der Uiguren ein.

Es kam zu Anklagen gegen Hunderte bis möglicherweise Tausende uigurischer Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens. Die Zahl der in Internierungslagern verbrachten Menschen wird auf über eine Million geschätzt.

In Europa leben heute einige Tausend uigurische Flüchtlingen, weitere Tausend leben in der Türkei.



Wegen den anhaltenden Menschenrechtsverletzungen haben einige Frauen der OMAS GEGEN RECHTS - Gießen diese Aktion unterstützt und sich mit einem Zweifelsohne kann und muss Bildung ein zentrales Werkzeug im Kampf gegen den Faschismus sein

»In einer hochglobalisierten Welt dürfen wir unsere menschlichen und moralischen Werte für nichts auf der Welt eintauschen«, erklärte Stergios Svolos, ein Mitorganisator der Demonstration.

Die Gießener Presse berichtete über diese Veranstaltung. Die Gießener Allgemeine schreibt ebenso über die  Demonstration in Gießen aus Solidarität mit Uiguren, wie der Gießener Anzeiger: Demo in Gießen fordert Freiheit für Uiguren.


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